Thorn, der die letzte Wache hatte, konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass der Wald Augen hatte – aber sehen und hören konnte er selbst nichts. Und als Meraid am anderen Morgen nach frischen Spuren suchte, konnte auch sie nichts finden. So erging sich die Gruppe in ihrer liebsten Beschäftigung, dem Debattieren: Sollten sie den Goblinspuren folgen oder doch lieber schauen, wo die Holzfäller zuletzt gearbeitet hatten? Sie entschieden sich für letzteres – den Spuren folgen konnten sie schließlich danach immer noch.
Um sie herum schwieg der Wald sein geradezu gespenstisches Schweigen. Wirklich, es war stiller hier, als es sein sollte! Der Kohlemeiler kohlte nicht mehr, und auch alle anderen Feuer waren verloschen. Schon seit Wochen hatte sich dort nichts mehr bewegt. Auch dort fanden sich Goblinspuren, dabei aber auch die mindestens einer mittelgroßen Gestalt – da kam ein Bugbear in den Sinn oder auch ein Hobgoblin, aber wer auch immer die Spuren hinterlassen hatte war nicht mehr zu sehen. Methodisch gingen die Gefährten weiter zur Holzfällerei: Baumstümpfe, Holz, das nicht abtransportiert worden war – es sah aus, als wäre alles stehen- und liegengelassen worden, danach die Goblins dagewesen. Und die Spuren – ob das nun Kampfspuren waren oder nicht, konnte niemand sagen.… Weiterlesen “So still der Wald …”