Sind wir jetzt eine Gruppe?

Kevron reagierte blitzschnell. Zu viel stand auf dem Spiel, sein guter Name! “Ich bin Kevron, ihr könnt mich Kev nennen.” Geschafft! Da blieb dem Gegner – “Mein Name ist Kevan” – nichts mehr übrig, als hinzuzufügen: “Dann könnt ihr mich nicht Kev nennen.” Damit waren die Grenzen klar abgesteckt. Und ebenso klar war abzusehen, daß es zwischen den beiden Kevs in Zukunft noch Probleme geben würde.

Ansonsten funktionierte der Übergang von Zufallsbekanntschaften zur Gruppe mittels Vorstellung ganz gut, und dem Vorschlag Kevans, aus allen brauchbaren Gegenständen der (Hob)Goblins einen großen Haufen zu machen, hatte auch nur Kevron widersprochen, der keinen Haufen wollte, sondern den geldwerten Kram direkt unter allen Beteiligten aufzuteilen – aber das war auch mehr ein Ablenkungsmanöver, denn gerade war Sargas dabei, zwischen Überresten und Hinterlassenschaften nach dem kostbaren Drogenpäckchen zu suchen. Und da waren sich die Diebesgildenmitglieder einig: Sowas gehörte nicht auf den Gemeinschaftshaufen. Tatsächlich war Kevans Mißtrauen geweckt, als der Halbelf plötzlich eine andere Jacke trug als vorher – nämlich die mit den kleinen eingenähten Päckchen – ließ sich dann aber doch überzeugen, daß Sargas genau so eine Jacke immer schon mal hatte haben wollen…

Und dann stand einem geruhsamen Nachtlager eigentlich nichts mehr im Wege. Eigentlich.… Weiterlesen “Sind wir jetzt eine Gruppe?”

Die Pfadfinder treffen zusammen

Mit Städten hatte sie es nicht so. Kaum war die halborkische Barbarin Karza in Zweiklippen angekommen, war sie auch schon wieder auf dem Weg nach draußen. Aber immerhin hatte sie es in der Zwischenzeit geschafft, nicht nur viele befremdliche Steinhäuser zu sehen und eine unsagbar große Markthalle, sondern auch noch ihr ganzes Geld zu verbraten: Zu köstlich dufteten die Gewürze, als daß Karza an dem Kräuterstand vorbeigekommen wäre. Aber dem meisten in der Stadt begegnete sie doch mehr mit Unverstand: Warum da Leute in Scharen um jemanden herumstanden, der nichts anderes suchte als eine Begleitung – Geld verdienen fürs Durch-die-Gegend-Laufen? Wo sollte da die Herausforderung sein? Kopfschüttelnd wollte Karza schon wieder davonwandern, um vor der Stadt ihr Zelt aufzuschlagen – immerhin, ihr Passierschein ermöglichte es ihr, eine ganze Woche lang aus der Stadt rein und raus zu gehen und dazu noch alle Brücken zu überqueren, und das alles nur für ein Silberstück! – als sie von einem fremden Mann angesprochen wurde. Der Kämpfer Kevan, weniger von Karzas Schönheit beeindruckt als mehr von ihrem mächtigen Kreuz, suchte noch Mitstreiter für eine Karawanentour. Und mit der Aussicht auf grimme Feinde und gefährliche Bestien war auch Karza schnell bereit, die Restlaufzeit ihres Passierscheins verfallen zu lassen und sich bei Veran einzustempeln.… Weiterlesen “Die Pfadfinder treffen zusammen”